Geschichte
Strecke:     	Bahnübergang bei Mühlreit - Ainringer Moos 
 
Länge:     	ca. 1,5 bis 2 km  
		Größte Ausdehnung inkl. Gleisanlagen in den Abbaugebieten  ~  15 km
  		Der Schienenstrang ist in einem guten Zustand da hier nach wie 
		vor reger Betrieb herrscht.       		
 
Spurweite: 	600 mm

 
Höchstgeschwindigkeit: 	cirka 12 km/h 
		
 
Eigentümer: 	Strecke: 		Fa. Euflor bzw. Ainring
		Betriebsgelände: 	Privateigentum bzw. Bayr. Staatsforste
		
Eröffnet: 	ca. 1920
 
 
Chronik:
 

Schon vor mehr als 100 Jahren wurde im Voralpenraum aus den eiszeitlichen Mooren 

des Inntals der dort lagernde Torf als Energiequelle für die Verdampfung der Sole 

verwendet, die in den Salzbergwerken von Berchtesgaden gewonnen wurde. 

Aus dieser Epoche stammten die Abbaurechte der ehemaligen Muttergesellschaft der EUFLOR, 

der BHS ( Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke ) AG. Zur Vermarktung der eigenen 

Torfvorkommen erwarb die BHS AG die bereits bestehende EUFLOR GmbH im Jahre 1971. 

Die Produktionsbasis wurde in den Folgejahren durch den Kauf von mehreren Torfwerken in 

Nord- und Südniedersachsen auf eine logistisch bessere und langfristig abgesicherte 

Basis gestellt. 1991 kam im Zuge des Erwerbs der BHS AG durch die SKW Trostberg AG 

das dort vorhandene, bereits gut eingeführte Dünger-Sortiment von SKW hinzu. 

1998 trennte sich SKW von diesem Geschäft und die EUFLOR wurde 

eine 100 %ige Tochtergesellschaft der österreichischen KWIZDA-Gruppe ( Wien ).
Die früheren B.H.S. Alpentorfwerke firmieren heute unter EUFLOR Humuswerke. 

Solche Werke befinden sich heute unter anderem in Raubling-Nicklheim und Ainring.

Haltestellen und Bahnhöfe: 

Da die Personenloren ausschließlich betriebsinternen Fahrten und Exkursionen dienten, 
gab es keine Haltestellen und Bahnhöfe.
Erwähnenswert ist allerdings ein "Verschubbahnhof", hier kommen die Loren aus den 
Abbaugebieten zusammen und werden sortiert bevor sie zur Abfüllanlage befördert werden.
Landschaft: 

Die ausgedehnten Moorlandschaften stellen wie auch in Bürmoos einen einzigartigen 
Landschaftscharakter dar. Die wenigen schon aufgelassenen Torfstiche wurden 
von der Natur schnell zurückerobert und durch die fehlende Forstbewirtschaftung 
hat sich eine sehr wenig berührte Vegetation entwickeln können. 
Wie im Waidmoos harmonieren die "klassischen" Moorpflanzen wie Birke oder 
Heidelbeere nebeneinander. Wanderungen und Erkundungen abseits markierter 
Wege sind im Moor mit Vorsicht zu genießen. 
Der Moorboden schwingt und kann da und dort auch nachgeben. 
Transportaufgaben:
 
Die Torfbahn im Ainringer Moos konnten sich bis heute behaupten, 
da sie einen unschätzbaren technischen Vorteil besaßen: 
Den im Vergleich zum LKW geringen Achsdruck. Damit konnte auch auf 
labilem Untergrund wie eben im Moor mit großen Anhängelasten gefahren werden. 
Durch billigen russischen, weißrussischen und baltischen Torf wird jedoch die 
Torfgewinnung in Ainring allmählich zu teuer. 
Laut Auskünften soll hier aber noch einige Jahre abgebaut werden !
Bücher:
 

    KL14643 Die Kleinbahn 7 (1969) Nr. 43. Fachblatt für Neben- und Schmalspurbahnen. - 1969. 

    S. 353-376 mit 35 Fotos, Tabellen und einer Karte. - 21 x 14,8 cm. Gh. 

    (Herausgeber Wolfgang Zeunert, Gifhorn)

    Aus dem Inhalt: Ver. Bern-Worb-Bahnen (VBW) und Solothurn-Zollikofen-Bern-Bahn (SZB). Norddeutsche 

    Inselbahnen. Die ganz kleinen Eisenbahnen: Torfwerk Ainring/Obb.

 
Quelle:
*mit freundlicher Genehmigung von

Werk- und Feldbahnen in Süddeutschland, http://home.arcor.de/steffenhartwich/index.htm

Text und Inhalt wurden abgeändert im Sinne von Aktualität und Interesse !

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