Pressemeldungen

 

Rund um das Thema Bockerlbahn Ainring

Die folgenden Meldungen werden hier auszugsweise dargestellt, 

für mehr Information folgen sie bitte den Quellen.

 

 

23.08.2003 - Ainring: Verein "Freunde Ainringer Moos e.V." gegründet

 

Ainring. In der Gemeinde gibt es seit kurzem einen neuen Verein: 

Im Gasthaus Alpenblick in Perach wurde im Rahmen 

der Gründungsversammlung "Freunde Ainringer Moos e.V." 

aus der Taufe gehoben. 15 Personen, 

darunter auch 1. Bürgermeister Hans Eschlberger, 

gehören zu den Mitgliedern. 

Bei der Wahl per Akklamation wurde der 61-jährige 

Versammlungsleiter Georg Thesz aus Mitterfelden 

zum 1. Vorsitzenden und zu seinem Vertreter Hans-Georg Riefer 

aus Bruch-Römerstraße gewählt. 

Für das Amt des Kassenwarts wurde Ernst Streinbrecher 

und als Schriftführerin Helga Steinbrecher bestimmt. 

Beide kommen ebenfalls aus Bruch-Römerstraße. 

Alle Funktionsträger sind bis zur nächsten Neuwahl zwei Jahre im Amt.

 

Eingangs entbot Georg Thesz einen Willkommensgruß und 

freute sich besonders über die Anwesenheit des 

Bürgermeisters Hans Eschlberger, 

der sich bereits im Vorfeld engagiert für eingebrachte 

Vorschläge bezüglich des Renaturierungskonzeptes für 

das Ainringer Moos eingesetzt hat, 

in dem aus wirtschaftlichen Gründen der Torfabbau inzwischen 

wesentlich früher als geplant eingestellt worden ist.

Thesz informierte, dass von der Aktion 

"Bürgerinitiative Ainringer Moos" die Unterschriftenliste zu 

55 Prozent abgeliefert vorliegen, 

etwa 45 Prozent der Listen sind noch nicht eingesammelt. 

465 Personen haben sich eingetragen, ein Zeichen, 

dass die Bevölkerung regen Anteil an der weiteren Zukunft 

des Mooses nimmt und auch mit den vorgebrachten 

Zielen der Bürgerinitiative konform geht.

Im Rahmen der Gründungsversammlung trug Thesz 

gemeinsam mit Hans-Georg Riefer die Satzungs-Paragraphen 

Punkt für Punkt vor. Einwände und Verbesserungsvorschläge 

wurden aufgenommen oder mit entsprechender Begründung auch abgelehnt. 

Riefer hatte die Satzung, die eine Gemeinnützigkeit erhalten soll, 

vorher schon von Finanzamt und Amtsgericht prüfen lassen 

und konnte so die Punkte, 

die eine Gemeinnützigkeit in Frage gestellt hätten, 

argumentieren und entkräften.

Alle Anwesenden trugen sich in die Anwesenheitsliste ein und 

waren somit bei der folgenden Wahl, 

deren Leitung der Bürgermeister übernahm, stimmberechtigt. 

Nach der Wahl legte man den Jahresbeitrag auf zwölf Euro fest. 

Das Vereinskonto wird bei der Sparkasse in Mitterfelden geführt. 

Hans-Jürgen Luckner kümmert sich in weiterer Folge um den 

Entwurf für Beitrittserklärungen zum Verein "Freunde Ainringer Moos" 

mit Sitz in Ainring, Landkreis Berchtesgadener Land.

 

Folgende Ziele wird der neugegründete Verein vorrangig bezwecken: 

Die Geschichte und Bedeutung der ehemaligen Torfabbauanlagen 

im Ainringer Moos und aller damit verbundenen Geschehnisse und 

Objekte werden weiter erforscht, gesichtet und dargestellt. 

Deren Gebäude und Anlagen sollen erhalten und naturverträglich 

genutzt werden. 

Dabei gilt es die zum Torfabbau eingesetzte Feldbahn als 

"Bockerlbahn" zu erhalten und deren Betrieb zu sichern.

Der Vereinszweck dient auch der Unterstützung von Maßnahmen des 

Artenschutzes und der Landschaftspflege. 

 

Kurzum, man will den Charakter des Mooses erhalten.

 

Ein weiterer Aufgabenbereich beinhaltet mit regionalen und 

überregionalen Verantwortungsträgern zusammen zu arbeiten 

mit der Prämisse, das Ainringer Moos als Teil eines 

grenzüberschreitenden Biotopverbundes in seiner biologischen 

Funktion zu erhalten und zu stärken. In der Satzung verankert ist auch, 

das Moos naturverträglich zugänglich zu machen. 

Fortlaufende Information der Öffentlichkeit über die Vereinsarbeit 

zur Förderung des Naturverständnisses und Umweltbildung sowie Pflege 

des Heimatbewusstseins sind weitere Aufgaben, die man sich setzt.

 

Klar gestellt ist auch im Satzungstext, 

dass der Verein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt. 

 

Die Gründungsmitglieder sind: 

Georg Thesz, Hans-Georg Riefer, Franz Schaider, Ernst Steinbrecher, 

Rolf Schmidtler, Peter Fischer, Hans Eschlberger, Walter Soraruf, 

Josef Winkler, Helga Steinbrecher, Heinz Dippel, Franz Messner, 

Johann Höglauer, Hans-Jürgen Luckner und Bodo Schultze.

 

 

Quelle:

 


13.08.2003 - Ainring: Gemeinde: Feldbahn soll erhalten werden

 

Ainring. Das Sommerthema Nr. 1 im Gemeinderat ist 

offenbar das Ainringer Moos. 

Dort ist aus wirtschaftlichen Gründen der Torfabbau inzwischen 

- wesentlich früher als geplant - 

eingestellt worden. 

In einem wasserrechtlichen Verfahren wird derzeit geprüft, 

wie nun ein möglichst naturnaher Zustand für 

die abgefräste Torffläche erreicht werden soll. 

Die Gemeinde Ainring ist eine von vielen Stellen, 

die an diesem Verfahren beteiligt wird. 

In mehreren Detailbeschlüssen will man den 

Freistaat Bayern als Grundeigentümer verantwortlich 

in das Konzept mit einbinden.

 

Die Räte nahmen in einer vorangegangenen Sitzung die Renaturierung 

und Aufrechterhaltung eines künftigen Feldbahnbetriebes 

in einer längeren Debatte unter die Lupe. 

Bezüglich der Hochwasserschutzmaßnahmen ging man mit dem 

von der Gemeinde beauftragten Gutachter Dipl.-Geoökologen 

Ralf Strohwasser einstimmig konform. Dagegen verwies man 

den beabsichtigten Feldbahnbetrieb und weitere zu klärende 

Fragen der Strohwasser-Stellungnahme zur Vorberatung in den 

Umweltausschuss. 

Bürgermeister Hans Eschlberger: "Wir haben inzwischen das in Auftrag 

gegebene Gutachten vorab dem 

Landratsamt Berchtesgadener Land zur weiteren Abwägung 

zugeleitet und ausdrücklich darauf hingewiesen, 

dass eine abschließende Beurteilung durch den Gemeinderat 

erst in dieser Sitzung erfolgt."

Zur weiteren Information, vor allem der im Rathaussaal anwesenden Zuhörer, 

erklärte der Bürgermeister, zur Erhaltung der Feldbahn überwiegend 

auf einer Neutrasse seien alle Gemeinderatsmitglieder 

sowohl mit der kompletten Stellungnahme des Gutachters sowie 

den bisherigen und überarbeiteten Planvarianten in Kenntnis gesetzt worden. 

"Wir müssen nunmehr entscheiden, 

welche Trassenführung dem Landratsamt für das weitere 

Verfahren vorgelegt werden soll."

Der zur Sitzung geladene Gutachter Ralf Strohwasser teilte vor dem 

Einstieg in die Beratung mit, 

dass das von der Firma Euflor vorgelegte Moor-Renaturierungskonzept 

grundsätzlich in Ordnung sei. Er regte in diesem Zusammenhang an, 

Inselsituationen im Moorgelände zu schaffen, 

die von außen nicht zugänglich sind. 

Weiter sollten Nachbesserungen im Bereich der Einstauhöhe erfolgen. 

Der Einstau müsse Zug um Zug vonstatten gehen und 

vehement setzte er sich für Nachbesserungen 

der geplanten Durchstiche in den Dämmen ein.

Auf Grundlage der Diskussion in der Gemeinderatssitzung 

vom 8. Juli hinsichtlich möglicher Vernässung von 

landwirtschaftlichen Flächen bestätigte Strohwasser, 

dass es mit dem etappenweise Einstau wegen der 

vorhandenen Höhenlagen keine Probleme gebe.

Dipl.-Geoökologe Ralf Strohwasser sprach sich gegen 

eine Direkteinleitung von Hochwasser aus dem Sonnwiesgraben 

in das Moos aus, da zum einen eine große Erosionsgefahr mit 

Dammbruch gegeben ist und zum anderen Phosphatablagerungen 

im Moor erfolgen, werden zur Eutrophierung des Gewässers führen. 

Für eine eventuelle Weiterführung einer Feldbahntrasse am nördlichen Moorrand 

Richtung Eschlberger sah er keinen Widerspruch zum Vogelschutz.

Für den südlichen Bereich des Moores als Rückstau- und Retentionsraum 

für den Hochwasserschutz als gut geeignet, sprach sich Martin Strobl aus, 

"da hier ohnehin ein gewachsener Torfrücken als Abschottung zur 

restlichen Moorfläche vorhanden ist." 

Wenn dieser Torfrücken nicht durchbrochen wird, könne das dort eingelagerte 

Hochwasser wieder kontrolliert Zug um Zug in den 

Sonnwiesgraben zurückgeführt werden. So würde auch keine 

Eutrophierung des gesamten Moorbereiches erfolgen.

3. Bürgermeisterin Gabriele Noreisch hingegen erinnerte an die Hochwasserbeschlusslage 

aus der letzten Gemeinderatssitzung, 

wonach die vom Gutachter Strohwasser als Rückhaltefläche vorgesehene 

Waldfläche geeignet und ausreichend beurteilt werde. 

Zur weiteren Entscheidung bat Stefan Kern zu prüfen, 

wie viel Wasser in diesem von Martin Strobl genannten südlichen Moor-Retentionsraum 

Platz hätte. Hier wäre ein einfacher, 

sinnvoller und kostengünstiger Hochwasserschutz möglich.

Ludwig Wetzelsberger ergänzte, 

es müsse darauf geachtet werden, 

dass der Graben im westlichen Grenzbereich des 

Ainringer Mooses stets geräumt bleiben müsse, 

um eine Vernässung der Wiesen in diesem Bereich zu vermeiden.

Diese Anregung wird der Gutachter in sein zu überarbeitendes Konzept mit aufnehmen. 

Der Vorschlag, die südliche Moorfläche als Flutmulde bzw. Retentionsfläche für den 

Hochwasserschutz zu nutzen, 

um Hochwasserspitzen aus dem Sonnwiesgraben abzufangen, 

soll laut Beschluss geprüft werden. Ferner gilt es sicherzustellen, 

dass der Graben im westlichen Randbereich des Moores 

einschließlich des Zulaufes in die kleine Sur stets 

unterhalten und geräumt wird, um die landwirtschaftlichen Nutzflächen vor 

Vernässung zu schützen.

Eine längere Debatte setzte sich fort bezüglich des künftigen 

Feldbahnbetriebes überwiegend auf einer Neutrasse. 

Ob die Gemeinde mit einer Entscheidung zugleich finanzielle 

Verpflichtungen eingehe, wollte Peter Rottmair wissen. 

Ihm entgegnete der Bürgermeister, 

dass in dieser Sitzung nur eine Entscheidung bezüglich der 

Trassenführung der Feldbahn erfolge, 

nicht über eine mögliche künftige Trägerschaft. 

Ein Verein zur Erhaltung der Feldbahn 

(mit der seit 1920 im Ainringer Moos Torf transportiert wurde) sei im Entstehen.

"Ich sehe kein schlüssiges Konzept, das die Gemeinde hier verfolgt", 

monierte Herbert Meigel. Es sei nicht bekannt, ob die Gemeinde, 

ein Privatinvestor oder ein neu gegründeter Verein tätig werde. 

Ebenso sei nicht bekannt, ob einer dieser künftigen möglichen 

Träger mit der zu beschließenden Trassenvariante überhaupt 

einverstanden sei. Meigel sah für die Trassenwahl andere Zielvorstellungen, 

insbesondere möchte er, dass die Bahn im Moos bleibt und nicht 

bis zum Erlebnisbad geführt wird.

Der Rathauschef argumentierte, man werde natürlich noch 

weitere Gespräche führen. Ziel ist es, eine Partnerschaft zu entwickeln, 

die Ainringer Moos-Feldbahn zu erhalten, das heißt ein Abwandern 

des historischen Feldbahninventars zu verhindern und Schritt für Schritt 

diese wieder nutzbar und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Schließlich wurden in der Folge weitere Beschlüsse gefasst, 

durchwegs im Einklang mit dem Gutachten. Zunächst bestand 

grundsätzlich Einverständnis des Erhalts der Feldbahn überwiegend 

auf einer Neutrasse, wobei ein kurzes südliches Stichgleis in das Moor 

gewünscht wurde. Die Errichtung von künstlichen Sichtschutzeinrichtungen 

sollte soweit wie möglich vermieden werden, gleichfalls eine 

Verbuschung des Renaturierungsgeländes. 

Beim wasserrechtlichen Verfahren will man für regelmäßige und nachhaltige 

Pflegemaßnahmen den Grundeigentümer - Freistaat Bayern - mit in die 

Verantwortung ziehen.

 

 

Quelle:

 


Gemeindezeitung - Ainringer Gemeindezeitung - Juli 2003 / Nr. 3

 

Auf meinem Schreibtisch ...
liegt ein Ordner mit Plänen und Beschreibungen, 

wie das Ainringer Moos nach Vorstellung des Abbauunternehmens renaturiert, 

d.h. der Natur zurückgegeben werden soll.
Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Torfabbau inzwischen eingestellt - 

wesentlich früher als geplant. 

 

In einem wasserrechtlichen Verfahren wird jetzt geprüft, 

wie nun ein möglichst naturnaher Zustand für die
abgefräste Torffläche erreicht werden soll. 

Die Gemeinde ist eine von vielen Stellen, die an diesem Verfahren beteiligt wird.
Nach dem vorliegenden Renaturierungskonzept würde die Feldbahn, 

mit der seit 1920 im Ainringer Moos Torf transportiert wurde, 

restlos beseitigt. Dadurch ginge nicht nur für unsere Gemeinde industrie- und heimat-
geschichtlich wertvolles Kulturgut ein für alle mal verloren.


Wir haben deshalb die Weichen gestellt, 

die noch vorhandenen historischen Feldbahnmaterialien für unsere Gemeinde 

zu erwerben und für nachfolgende Generationen zu sichern. 

Damit erhalten wir uns die Chance, 

die Bockerlbahn für die Öffentlichkeit erhalten und zugänglich zu machen. 

Wir wollen ein „lebendiges Museum“ entwickeln und 

durch eine sinnvolle und mit den Belangen der Natur abgestimmte 

Trassenführung der „Bockerlbahn“ sowohl dem erlebnis- wie auch 

dem naturkundlichen Informationsbedürfnis von Einheimischen und Gästen gerecht werden.


Das Vorhaben soll die Gemeindekasse möglichst schonen. 

Deshalb bin ich dankbar, dass sich engagierte,
heimatgeschichtlich und technisch interessierte Bürger zusammengeschlossen haben, 

um in der Organisationsform eines Vereines das Projekt zu ermöglichen 

und zu unterstützen. Dringend gesucht sind Leute,
die mit anpacken oder gegebenenfalls das Vorhaben auch finanziell unterstützen wollen. 

Wer mitmachen will, wende sich bitte an Georg Thesz in Mitterfelden (Tel. 08654/8463).


Wenn alle an einem Strang ziehen, und das möglichst in die gleiche Richtung, 

kann es uns gelingen, die „Ainringer Bockerlbahn“ als Zeugnis vergangener 

Arbeitskultur für die Nachwelt zu erhalten und an die Leistungen der über 

Generationen hinweg dort schwerstarbeitenden Menschen zu erinnern 

- idealerweise kombiniert mit wirtschaftlichen Chancen für die Zukunft.


Abschließend wünsche ich Ihnen eine schöne und unbeschwerte Sommerzeit, 

wo immer sie diese auch verbringen mögen. 

Unsere Kinder und Jugendlichen lade ich herzlich ein, an den vielfältigen Angeboten
unseres Ferienprogrammes teilzunehmen. 

 

Den beteiligten Vereinen und Organisationen danke ich schon
jetzt für ihr erneut großartiges Engagement.


Ihr Hans Eschlberger

Erster Bürgermeister

 

 

Quelle:

 


Bürgernah - Grenzüberschreitend - Gemeinsam

 

Nutzung von Moor- und Feuchtgebieten
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Erhaltung, 

Wiederherstellung und Nutzung von Moor- und
Feuchtgebieten ist eines der Schlüsselprojekte im EuRegio
Entwicklungskonzept. Daher lud die EuRegio für den 12.Oktober 2001 

gemeinsam mit der Gemeinde Ainring zu einer
Exkursion ins Ainringer Moor ein. Im Vorfeld hatte bereits
im Augustein Informationsbesuch im Weitmoos statt gefunden,

das die Gemeinden Lamprechtshausen und St.Georgen
erworben haben und das in Brüssel als Vogelschutz- bzw. Europaschutzgebiet 

im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes
Natura 2000 nominiert wurde. Der Fahrt mit der Bockerlbahn 

ins Ainringer Moorgebiet folgten fundierte fachliche
Erläuterungen zum Stand der Renaturierungsmaßnahmen
durch Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, 

der Bayerischen Staatsforste als Grundeigentümer und der Akademie
für Naturschutz und Landschaftspflege.

 

Quelle:

 


31.05.2003 - Ainring: Große Aufregung um die Ainringer Moorbahn

 

Ainring. Große Aufregung gab es an Christi Himmelfahrt

um die Feldbahn im Ainringer Moor.

Scheinbar Unbekannte hatten begonnen, Teile der Schienen zu demontieren.

Dabei hatte der Gemeinderat am Dienstag beschlossen,

die Bahn zu kaufen und zu erhalten.

Bei einem Lokalaugenschein gingen Ainrings dritte Bürgermeisterin,

Gabriele Noreisch, und zahlreiche Engagierte der Sache auf den Grund.

 

Seit drei Tagen wurden etwa 1000 Meter Gleise der ehemaligen Moorbahn angebaut.

Da niemand von der Aktion wusste und offensichtlich der Erhalt der Bahn gefährdet war,

hieß der Hilfeschrei "ein Denkmal wird zerstört".

Eilig wurden lokale Politiker, Entscheidungsträger und Medienvertreter zum Torfwerk bestellt.

Tatsächlich stapelten sich dort Schienen und Schwellen.

Immer neue Gleisstücke wurden aus dem Moor abtransportiert.

Gabriele Noreisch, dritte Bürgermeisterin der Gemeinde,

konnte in einem Gespräch mit den Arbeitern das Missverständnis aufklären.

So brachen diese nicht wie befürchtet die Hauptstrecke der Linie ab, sondern nur ein Seitenstück,

welches ohnehin nicht genutzt werden könnte.

Dies geschah in Absprache mit der Betreibergesellschaft.

Die große Aufregung war entstanden, da die Gemeinde Ainring am Dienstag beschlossen hatte,

die Strecke samt zwei Lokomotiven zu kaufen.

Sie sollen im Rahmen der Besucherlenkung im Moor für touristische Fahrten im kleinen Rahmen

genutzt werden. Auch ein Verein, der sich für den Erhalt der Bahn einsetzt,

hat sich bereits gegründet.

Diesem Vorhaben steht also nichts im Weg.

Die Schienen aus Ainring liegen übrigens bald in Oberfranken 

und tragen dort eine private Museumsbahn.

 

 

Quelle:

 


Comeback der Bockerlbahn !

 

Bürgermeister Johann Griessner aus Lamprechtshausen berichtete, dass die 

Naturschutzaspekte im Weidmoos einschließlich Moorlehrpfad und Besucherplattform in einem 

LIFE-Projekt des Landes verwirklicht werden sollen. 

Darüber hinaus soll eine touristische Erschließung durch 

die wieder aufzubauende Bockerlbahn erfolgen, 

die im Verbund mit der Salzburger Lokalbahn betrieben werden könnte

 

Auch die Einbindung des Rodinger Mooses (Gemeinde Bürmoos) sei wichtiger Bestandteil. 

Gemeinsam mit Ainrings Vizebürgermeister Johann Poschner unterstrich Hans Eschlberger, 

dass für das Ainringer Moor nach Beendigung des Abbaus die Rückführung 

in einen naturnahen Zustand angestrebt, aber schon jetzt vorgedacht werden 

müsse für eine naturverträgliche Erholungsnutzung durch Einheimische und Gäste. 

Mit dem Grundstücksbesitzer, der Abbaufirma und der Gemeinde sei jetzt der 

Einstieg in die Planung und Konzepterstellung notwendig. Dabei komme neben dem Erhalt 

der Bockerlbahn auch einer Aussichtsplattform zur Beobachtung der Vogelwelt mit 

Informationsraum und der Errichtung eines Moorlehrpfadesgroße Bedeutung zu. 

Genutzt werden könnten diese Einrichtungen auch von den umliegenden Schulen 

in der Umwelterziehung. Ziel wäre es, bei Kindern und Jugendlichenmöglichst 

frühzeitig Verständnis für den Erhalt der heimatlichen Naturlandschaft zu wecken. 

Wichtig sei außerdem die rechtzeitige Planung eines naturschonenden Wegekonzeptes, 

gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Erholungsdrucks.

 

 

Quelle:

 


Freunde des Ainringer Mooses e.V

 

Nachdem die Firma Euflor im Juni dieses Jahres den Torfabbau 

im Ainringer Moos endgültig eingestellt hat, 

steht sie in der Pflicht zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes

und stellt sich dieser Verpflichtung auch. 

Dennoch macht das etwa 90 Hektar große Abbaugelände im Moos augenblicklich 

noch einen ziemlich tristen Eindruck, 

auch wenn der Rückbau der Schuppen und Gleise bereits weit fortgeschritten ist. 

Die Wunden, die über 80 Jahre kommerzielle Nutzung in der Natur hinterlassen haben, sind unübersehbar. 

Sie bieten aber auch Chancen für eine Neuentwicklung im Rahmen der Renaturierung, 

die sowohl den Ansprüchen des Naturschutzes, 

wie auch den Interessen einer sanften touristischen Nutzung entgegen kommen.

 

 

Quelle:

 

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